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Dienstag, 16. August 2011

der gebackene Mann

wenn man sich einen Mann backen könnte würde sich jede Frau einen Backen, und wenn er ihr zu viel wird ihn in die Gefriertruhe packen um ihn bei Bedarf wieder raus zunehmen und soviel von ihm zu nutzen wie sie gerade braucht. Wenn man sich einen Mann backen kann muss man auch damit rechnen das wenn man ihn nicht sofort geniest er schlecht wird. So ein Mann den man sich Backen kann, ist ziemlich teuer. Man braucht die richtigen Zutaten und je exklusiver die Zutaten, wie Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit oder Treue so muss man ganz schön tief in die Tasche greifen. So eine Handtasche ist zwar unendlich tief und es passt ein gesamter Hausstand rein, aber eben nur ein Hausstand und nicht der für einen gebackenen Mann. Außerdem braucht man zu allem übel auch noch einen grossen Backofen um sich einen grossen Mann backen zu können, den wer will schon einen Lebkuchenmann? Zumindest von der größe. So süss und lecker dürfte er allerdings schon sein. Eine priese Egoismus und ein paar Löffel Großzügigkeit und nach belieben würzen mit Ironie, Sarkasmus.Mut, Tapferkeit und schwarzen Humor
Der gebackene Mann dürfte auch keine Abnehmbaren Eier haben. Sie müssten ein fester Bestandteil von ihm sein. Er sollte also stets seinen Mann stehen und nicht beim ersten Anflug von Gefahr die Flucht ergreifen. Er sollte genug Kraft in den Armen haben um die Wand aus Konflikten die ihm entgegenkommt hinaufklettern zu können um sicher auf die andere Seite zu kommen. Er sollte genug Kraft in den Beinen haben um die Sprungheftigkeit seiner Partnerin mitmachen zu können. Dazu braucht man also extra viel Speisestärke. 
Der gebackene Mann braucht Nerven aus Stahl, und ich kenne keinen essbaren Stahl. 
Er braucht ein breites Kreuz und breite Schultern so das man sich an ihn lehnen kann ohne das er umkippt, man muss sich in seinen Armen vergraben können um Zuflucht zu finden, sich hinter seinem Rücken verstecken können, um Schutz zu finden. Er muss Humor haben um über die Tragik der Welt lachen zu können. Er braucht einen langen Atem um scheinbar endlose Diskussionen bewältigen zu können. Einen reichen Wortschatz um für jede Situation die Richtigen Worte zu finden. Einen Eingebauten Kompass um immer zu wissen in welche Richtung es geht, ein Navigationssystem um immer nach Hause zu finden. 
Zu guter letzt braucht er noch Intelligenz, um zu wissen das man keinen Mann backen muss um eine Frau glücklich zu machen.

Montag, 15. August 2011

ein letztes feuerwerk

Es ist alles gesagt was zu sagen war, alles getan was man hätte tun können und alles was bleibt ist das Gefühl nicht genug gehabt zu haben. Ich stehe hier, nicht bereit dich gehen zu lassen, nicht bereit wegzugehen. Ich bin nicht bereit dazu die Regentropfen die auf mich einprallen zu ignorieren. Bin nicht bereit mich ein letztes mal von dir zu verabschieden. Einen Regenschirm will ich nicht ich möchte das die Tränen des Himmels mich erreichen um mir einzubilden wir wären dadurch ein letztes mal verbunden.
Mir ist klar wenn ich dich jetzt verlasse wirst du mich niemals mehr besuchen mein Leben lang nicht, wenn ich Sehnsucht habe muss ich zu dir kommen. Ich muss hier herkommen ohne zu wissen ob du noch da bist, ob du mich hörst. Wenn ich dich gerne umarmen würde weiß ich das dass nicht mehr möglich ist. Ich werde den kalten Raum umarmen die Luft wird reichen für mich allein doch sie ist so dünn und schmeckt bitter. Jeder Atemzug brennt in der Lunge. Am Leben zu sein ist wie in einen Strudel unter Wasser gedrückt zu werden. Das Licht wird matter und die Bilder verschwommener, und die Hoffnung schwindet mit dem Sauerstoff. 
Das Leben spielt einem böse mit, Kennenlernen bildet Euphorie und Spannung die Abenteuerlust ist geweckt. Man möchte soviel wie möglich so schnell wie möglich von dem anderen in sich aufnehmen. Doch beim Abschied möchte man genau das Gegenteil, man will das es ewig andauert, nicht loslassen nicht darüber nachdenken müssen was als nächstes kommen wird.  Nicht wenn man keine Absicht mit einem Abschied hat. Nicht wenn er plötzlich kommt, nicht wenn er da ist ohne vorher angeklopft zu haben.

Was mir aber  klar wird ist das es bei mir nicht so aussehen darf. Ich möchte nicht das auf meiner Beerdigung Menschen zurückbleiben mit dem Gefühl das ich jetzt habe. Ich möchte ein Feuerwerk haben, jedes Leuchtfeuer soll seine Farben in den dunklen Himmel malen so wie die Menschen die Farben in mein Leben zauberten, außerdem liebt jeder den Anblick eines Feuerwerks am Himmel. So würde sich jemand der die Farben am Himmel entdeckt, ein Lächeln auf seinen Lippen tragen, was auf mich zurückzuführen wäre. Den gibt es etwas schöneres als jemanden ein Lächeln ins Gesicht zu malen. Dieser unverhoffte Moment an den keiner mehr glaubt, wenn ein anderer etwas selbstloses tut. Nur um ein Lächeln zu ernten. Ich möchte aus diesem Zirkus austreten mit Pauken und Trompeten. Mit Luftschlangen und albernen Hüten mit Clownschuhen und Tü Tüs. Wenn das Feuerwerk erlischt, der Ton der Musik verstummt wenn der letzte Gast nach Hause geht soll nur noch das Gefühl bleiben, das es schön war egal wie kurz es zu scheinen mag.

Mittwoch, 10. August 2011

neulich beim fremdbloggen

auf der suche nach Inspiration fand ich folgenese:

Titel: 
"Das kürzeste und schönste Märchen der Welt"
Das Märchen dazu :

Es war einmal ein stattlicher Prinz, der fragte die wunderschöne Prinzessin:

"Holde Prinzessin, möchtest du mich heiraten?"

Darauf erwiderte die wunderschöne Prinzessin:

"Nein!"

Und der Prinz lebte viele Jahre lang glücklich und ging angeln und jagen und hing jeden Tag mit seinen Freunden herum und trank viel Bier und betrank sich so oft er wollte, spielte Golf, lies seine Jacke unordentlich über der Stuhllehne im Esszimmer hängen und schmiss die alten Socken in die Ecke und hatte Sex mit Dirnen und Nachbarinnen und Freundinen und furzte nach Herzenslust und sang und rülpste und kratzte sich ausgiebig an nicht weiter beschriebenen Stellen.

Ende!


Das also ist das kürzeste und schönste Märchen der Welt. Ich musste schmunzeln, ist das wirklich der Traum der Männer? Das die Prinzessin Nein sagt und sie können sich auf ewig am Hintern kratzen, Unterhosen mit Bremsspuren tragen, müssen sich nicht mehr die Körperhaare entfernen, können abends ins Bett ohne sich die Zähne zu putzen? Also wird der Mann wenn er Prinzessinlos ist zum Primaten? Entwickelt sich ein Mann dann wieder zurück, und es macht ihm auch noch Spass? Vielleicht möchte der moderne Mann dann auch wieder in Höhlen wohnen und das Feuer neu entdecken und das Rad erfinden? Also wenn die Prinzessin zurückgewiesen wird, zieht sie sich erstmals gehobenen Hauptes zurück in ihr Schloss, verschließt die Tür, bricht dann in Tränen aus! Dann wandert sie in ihr Schlafgemach klettert auf die Unmengen von Matratzen, ungerührt von der Erbse weil die Prinzessin vor lauter Selbstzweifel eh nicht schlafen kann. Weil sie nun so traurig ist hat sie auch keinen Appetit und bleibt im dunklen Zimmer bis sie genug Gewicht verloren hat das sie sich gar nicht mehr vorhanden fühlt. Dann beschließt die Prinzessin das der Prinz noch bereuen wird sie stehen gelassen zu haben, schließlich sind alle anderen Prinzessinnen nur halb so toll. Sie zieht los, kauft sich viele neue tolle Dinge, die ihren Schmerz lindern, sie lässt sich die Haare schneiden und fängt einen neuen Sport an, sie geht auf Partys und trifft sich mit Diplomaten und Managern. Schläft mit ihrem Fitnesstrainer, dem Kellner und anderen Hochseilakrobaten. Dabei hat sie den alten Prinzen noch mit einem Auge im Blick und verfolgt seine Abenteuer. Bis sich ein neuer Prinz findet den Sie sich genau ansehen möchte und dazu beide Augen benötigt.

Das Märchen der Prinzessin führt also auch zum selben Schluss, der Primat wird nicht ewig alleine sein wollen, eines Tages wird er seine Keule nehmen und eine neue Prinzessin in seine Höhle ziehen. Die Prinzessin wird irgendwann aus ihrem Turm schauen ihr Haar herablassen und sich auf ein neues Abenteuer einlassen.
So werden die Prinzen zu den Prinzessinnen finden,  was mir grade Recht kommt, den ich stehe da eher auf die Ritter !




Montag, 8. August 2011

kleiner liebesbrief

es ist nicht so als würde ich das nicht kennen, es ist nicht so als wäre ich mir nicht vollkommen bewusst was hier vor sich geht, es ist ist nicht so als hätte ich nicht von Anfang an geahnt wie alles zu ende geht, doch es ist ja auch so das ich die ganze zeit gehofft habe das ich mich geirrt habe. Ich wollte mich dieses eine mal irren. Geleitet von der Illusion das du mir die Erlösung bringen würdest in meinem Gefühlschaos.  Du solltest ruhe in meinen inneren Sturm bringen. Ich habe gehofft du wärst stark genug, um meinen Kopf auf deine Schulter tragen zu können.
Ich war nie darauf aus dich zu finden doch das Schicksal hatte wohl den Wind einige male durcheinander gewirbelt und unsere Wege kreuzten sich. Anstatt das du mich wieder gehen lassen hast, weil ich nie den Anschein gemacht habe bleiben zu wollen, hast du mich festgehalten. Die Vorstellung von uns lies mich bleiben mit dem Blick in die Ferne. Ich lies mir meine Flügel anbinden und war doch immer zum Absprung bereit. Ich wollte das du gehst und hoffe das du bleibst. Ich hab nie behauptet das ich einfach wäre. Doch ich wollte das du damit rechnest das ich unberechenbar bin. Für dich wollte ich eine Herausforderung sein. Ein Abenteuer, das du jeden Tag aufs neue bestreiten willst. 
Wenn du mir den Rücken zu drehst hoffe ich das du es dir noch einmal anders überlegst. Machst du einen Schritt, habe ich Hoffnung das er in meine Richtung ist. Wenn du die Arme verschränkst wünsche ich mir du würdest mich in den Arm nehmen.Sind wir zusammen fehlt mir der Abstand, verlässt du den Raum fehlst du mir sofort. Ich möchte dich provozieren mit dir Streiten dich herausfordern und in den Wahnsinn treiben, und dabei deine Ruheoase sein.
Wenn du nicht mit mir Sprichst wünsche ich mir du würdest dein Schweigen mit Küssen füllen, wenn du mich anschreist wünsche ich mir das du mir deine Träume ins Ohr flüsterst. Willst du gerade aus will ich lieber Kurven laufen. Willst du schlafen will ich toben. Egal in welche Richtung du laufen würdest ich würde in die Gengenrichtung laufen. Nicht weil ich weg von dir will, weil es mir nicht möglich ist von dir weg zukommen. Aber ich würde es tun und hoffen das du mir hinter kommst, damit ich dir ein Stück folgen kann.

Donnerstag, 23. Juni 2011

heimlicher verehrer

ich komme unverhofft, und doch meist ersehnt, nach mir wird verlangt um mich wird gefleht und gebeten. Ich bringe Welten zum Stehen, verdrehe sogar Köpfe. Ich mache sehende Blind. Ich verursache Fieber ähnliche Zustände. Ich sorge für ein Sättigungsgefühl, Beruhige wie Valium, ich errege und bringe ganze Körper zum Beben. Ich beginne manchmal heimlich wie ein Muttermahl schleiche ich mich hinter dein Ohr ich verweile, dann wandere ich an deinem Hals entlang bis zu deinem Steißbein. Entlang an diesen hervorstehenden Kochen die mich dazu einladen zu bleiben. Dein Körper spannt sich an, und du willst immer mehr von mir du kannst gar nicht genug bekommen. Dein Körper ist voller Adrenalin als würdest du einen Marathon laufen, abwechselnd wird dir warm und kalt. Wen ich verblasse sehe ich in deinen glasigen Augen das nur ich deiner Seele Frieden schenken kann.
Ich bin intelligent ich überrasche dich, ich habe Charme und bin auf brausend. Du forderst mich bei jedem Wetter in jeder Lebenslage. Ich kann überall sein, ich übersehe dich wie Windpocken. Nur das du willst das ich bleibe. 
Wenn du Müde bist wirke ich Belebend, bist du Aufgeregt beruhige ich dich. Manchmal spürst du mich zuerst an deinen Füßen wie ein Kribbeln das sich wie eine Schatzkarte langsam auf deinem gesamten Körper ausbreitet. 
Ich bin die Handschellen die dich fesseln und biete dir gleichzeitig die Freiheit einer Revolution. Ich bin die Romantik eines Lagerfeuers am Strand. Bin der Wunsch nach Frieden während einer Schlacht. 
Ich bin wie ein Butterfly das in deiner Hosentasche aufspringt, und dabei fühle ich mich an wie ein Schmetterling der auf deinem Nackten Bauch landet und ihn mit seinen Flügeln streichelt. Ich bin die kühle Brise an heißen Sommertagen, ich bin der Orkan der dich der Schwerkraft beraubt. Dich entwurzelt durch die Gegend wirbelt und dich sanft wieder auf den Boden der Tatsachen bringt.

Du fragst mich wer ich bin ? Fragst wie du mich kennenlernen kannst, wie du weist wie du mit umgehen sollst.Wo du mich findest? Ich bin überall und immer anwesend, ich bin der Kuss!

Mittwoch, 22. Juni 2011

mobile demenz

ein Nomade in der heutigen Zeit zu sein, ist lange nicht so ein Romantisches und Aufregendes Dasein wie manch einer denkt. Ständig unterwegs zu sein in den Zügen und Hotels der Welt hat seinen Glanz schnell verloren. Neuen Menschen kann man auch begegnen wenn man einen festen Wohnsitz hat. Aus dem Koffer zu leben ist nur dann spannend bis man ihn öffnet und die Kleidung so zerknittert ist das man sie nicht ruhigen Gewissens anziehen kann ohne sich vollkommen unwohl zu fühlen.
Sich in einem Zug wach zuhalten um die Haltestelle nicht zu verpassen ist ein harter Kampf, wenn man endlich einen Sitzplatz hat in einem Zug der eh schon mit Verzögerung unterwegs ist. Nachts in einem Bett aufzuwachen das nicht das eigene ist und sich dann erst mal durch den Kopf gehen zu lassen in welcher Stadt man gerade ist und in welchem Bett man gerade schläft, mal davon abgesehen wer die Person neben einem sein soll.
Sich alle paar Tage eine neue Postleitzahl zu merken und die dazugehörige Telefonvorwahl ist eine Aufgabe die notwendig wird wenn man auf das Unverständnis der Ureinwohner der Stadt trifft die kein Verständnis dafür hat wenn man sie fragend ansieht wie die Postleitzahl wohl lautet. Wenn man ohne Kamera durch die Strassen läuft muss man sich zweimal überlegen Passanten nach dem weg zu fragen. schließlich wurde man nicht sofort als Tourist geoutet.
Ich genieße die Zeit immer auf Achse zu sein. Das Gefühl inne zu haben jeder Zeit einfach wo anders hin zu können, nicht gebunden zu sein an Ort oder irgendwelche anderen Verträge, ich suche mir Internetverträge ohne feste Vertragsbindung. Ich gehe in Fitness Studios die mich nicht ewig an sich binden wollen, aber eigentlich stecke ich mir am liebsten die Kopfhörer in die Ohren, schalte die Welt um mich aus und laufe einfach für mich hin. Mit der Möglichkeit wie ein Feldhase auf der Flucht Hacken zu schlagen um mich in Sicherheit zu bringen. Wovor ich auf der Flucht bin? Ich weis es nicht, oder besser gesagt ich weiss es doch ich ignoriere es. Ich laufe wahrscheinlich vor mir selbst weg. Vor dem Gedanken mich an eine Stadt binden zu müssen. An ein Haus, an einen Kindergarten oder eine Schule oder noch mehr an den Gedanken einer eigenen Familie. Unterwegs zu sein bewahrt einen davor darüber nachdenken zu müssen. Bewahrt einen davor sich festlegen zu müssen auf Dinge die nicht monatlich Kündbar sind. 
Ich schlafe am besten in meinem Bett und unter meiner Bettdecke. Doch bin ich zulange zu Hause packt mich eine innere Unruhe und ich habe das Gefühl es wird Zeit mein hab und gut zu packen, die Camele zu satteln und aufzubrechen in neue Gegenden in denen es frisches Grün gibt und Oasen, in denen ich erst mal den Lichtschalter suchen muss. In neuen Lehmhütten in denen ich erst mal raus finden muss wie die perfekte Position für die Mischbatterie in der fremden Dusche. Oder wie weich oder hart die neue Matratze ist, wie das neue Hotelzimmer wohl aussieht und was in der Minibar zu plündern ist.
Es ist schön wenn man wie in einem Flipperautomaten durch die Gegend rast, und am ende doch zwischen die beiden Dinger fällt die es bis jetzt im Spiel gehalten haben, um zurück zum Start zu kommen. Zum Anfang. Zur Ruhe.

Sonntag, 12. Juni 2011

aschenputtel

es ist wahr was man so sagt, Gefühle treffen einen immer am intensivsten wenn man gerade nicht mit ihnen rechnet. Gefühle sind kein angemeldeter Gast der sich lange Hübsch macht und langsam an deine Tür klopft und darauf wartet das du ihn rein bittest, Gefühle sind wir Einbrecher die deine innere Ruhe und Verlassenheit durcheinanderbringen, sie brechen durch ein unachtsam offen gelassenes Türchen in deinem Herzen ein und nehmen sich was sie wollen. Manchmal bist du dein Herz gleich mit los. Oder sie zerstören soviel das du dich nie wieder davon erholen kannst. 
Es ist das Phänomen jemanden kennen zu lernen sei es auch nur ihm zu begegnen, und abhängig von ihm zu werden. Abhängig von seiner Beachtung. Es wirkt wie Morphium es macht abhängig und doch lindert es den Schmerz. Und der Entzug ist das elend bis man endlich wieder Clean ist, klar im Kopf und doch so betäubt.

Alles was dagegen hilft ist Mauern um sich hochzuziehen, um das eigene Herz, auf die Mauern setze ich Scharfschützen und umzäune alles mit Stacheldrahtzaun. Gefühle müssen draußen bleiben, steht in Großbuchstaben am Tor meines Herzens. 

Ich bin diejenige die in deinem Leben auftaucht, dich eine Zeitlang begleitet und dir den Kopf verdreht. Dann verschwinde ich und alles was bleibt ist Schall und Rauch. So wie Aschenbrödel verschwinde ich aus deinem Palast zurück in die dreckige Realität und den tristen Alltag. Wie gern ich auch deine Prinzessin sein möchte so weis ich das sich irgendwann die Kutsche in den Kürbis verwandeln wird und der Prinz nichts edles mehr an sich hat wenn er zum Bauerntrampel wird. 

Ich glaube nicht an Märchen, nicht ans Happy End. Doch wenn du nicht bei mir bist fühle ich mich wie eine Witwe, vom Leben betrogen und zu früh um das Beraubt was das Leben lebenswert macht.
Ob es Aschenbrödel auch so ging? Als sie voller Vorfreude und verlangen in ihrem Alltag darauf gewartet hat das der Prinz ihr den geliebten Schuh wiederbringt? Ob sie sich den Kopf zerbrochen hat wie sie ihn beim ersten wiedersehen begrüßen sollte? Er hatte sie als Prinzessin kennengelernt, aber würde er sie auch wollen wenn er wüsste das sie eine Dienstmagd ist? Ob sie sich wohl auch gefragt hat wie seine Lippen schmecken und während ihrer Arbeit gegrinst hat als wäre sie auf einem Tripp.... aber so sind sie die Gefühle sie benebeln unsere Gedanken nehmen sich jeden Raum der zur Verfügung steht und füllen ihn mit Rosa Rauch.
Ob die gute neben ihm in seiner Kürbiskutsche sass, und trotzdem wahnsinnig geworden ist von dem Gefühl ihn zu vermissen. Ob sie ihn mit ihren eigenen Augen angesehen hatte, traurig über jede Sekunde in der sie blinzeln musste weil das Zeit war die Ihr fehlte um sich jede Pore seines Anblicks einzuprägen.
Ob sie bedauert hat nur zehn Finger zu haben mit denen sie nach ihm greifen kann? Nur zwei Beine um den langen Weg des Lebens mit ihm gehen zu können.

Was wenn Sie nicht wusste das sie an diesem Abend nur nicht nur ihren Schuh sondern auch ihr Herz verlieren würde, und obwohl sie das Herz des Prinzen gestohlen hatte würde sie nie wieder Herr über ihr eigenes sein können.Von nun an würde das böse Erwachen, die Enttäuschung und der Schmerz immer doppelt für sie zu spüren sein, so wie die Liebe die sich wie ein Pflaster über all ihre Wunden legen würde.