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Donnerstag, 28. Juni 2012

bleib bei mir

unser Ende ist offen,
offen wiie mein Herz es war
Ich bat dich zu kommen,
ich bitte dich zu bleiben

sei anwesend um da zu sein,
oder sag mir das du nie mehr kommst
sag nicht wir sollten etwas tun
um dann zuzusehen wie ich zu grunde geh

sag nicht du willst mich nicht verlieren
wenn du nicht bereit bist mich wahrzunehmen

sag nicht du würdest mich immer lieben
wenn du nie bereit warst dich der liebe hinzugeben

sag nicht ich bin ewig dein
wenn du nicht ewig mein bist

sag nicht du willst mich beschützen
wenn du nicht da bist wenn ich dich brauche

komm und rette mich
komm und bleib 
bleib eine weile, oder gleich für die ewigkei
schweig wenn es nichts zu sagen gibt
doch sag mir wann  es für dich vorbei ist

lass mich nicht hoffen auf deine Aufmerksamkeit
lass mich nicht aus Sehnsucht nach deiner Berührung wahnsinnig werden
lass nicht zu das wir gemeinsam, Einsam sind

sei Ehrlich zu mir, und belüge mich nicht aus Angst mir weh zu tun
der Schmerz nicht zu wissen woran ich bin, ist schlimmer als jede wahrheit die du mir vorenthälst

greif nach meiner Hand wenn ich sie dir entgenstrecke
Nimm mich in den Arm
sei es nur dieses eine letzte mal.....

Dienstag, 19. Juni 2012

wenn Glück greifbar wäre

wenn Glück greifbar wäre, hätten wir alle weniger zu lachen. Und ich garnichts !
Warum ? Manchmal, oder anders die meiste Zeit hab ich das Gefühl das der Liebe Gott mein Leben als Komödie geplant hat. Ich würde zu gerne mal das Drehbuch dazu sehen, um es zu verbrennen!!!!

Ich habe heute morgen verschlafen, weil ich gestern nicht schlafen konnte, und weil man genau nach dem klingeln des Weckers am besten schläft. In der Hektik des Morgens hab ich mich geschwind in meinen neuen Rock gezwängt, an dem die "Hosentässchen" noch festgenäht waren. Um sie zu lösen, nimmt man schnell die Nagelschere, und macht mal schnell ein Loch in den neuen Rock, egal, weitergehst ! Ballerinas an auf nackte Füße und ab dafür.

Was ich eigentlich erzählen wollte, auf dem Weg zur Arbeit hab ich schon eine neue Blase gehabt. Weil ich nun mal zu Blasen neige. Den ganzen Tag hab ich versucht mit Pflastern den Schmerz zu lindern. Sogar neue einlagen gekauft aber nichts die Ferse war blutig, die Pflaster lösen sich, das Blut läuft in den Schuh.
Endlich zu hause angekommen stell ich meine Tasche auf dem Barhocker ab, setze mich auf die Couch um meinen Schuh auszuziehen und meine Wunden zu versorgen. Dann kommt eins auf andere, wie durch Zauberhand fällt die Tasche vom Hocker, prallt auf den Fliesenboden auf.

Zur Info in der Tasche sind Unterlagen die ich nach tagelangen warten endlich zusammen habe und weiterleiten muss, mein Geldbeutel mit haufenweise Karten der deswegen nicht zugeht und deshalb immer offen Rumfliegt, eine Glasflasche mit Rotbäckchensaft, ein Marmeladenglas und mein Müsli Joghurt Frucht Gemisch das ich zum Frühstück essen wollte. Durch den Aufprall zersprang das Glas der Flasche der Saft lief aus, Die Tupper öffnete sich und verteilte ihren Inhalt und das Marmeladenglas hat sich dem ganzen angeschlossen. Ich höre auf meine blutigen Blasen zu bewundern und fange an den Scherbenhaufen zu entsorgen, trete in die Scherben, noch mehr Blut.
Beim Aufwischen der Flüssigkeiten kommen noch ein paar neue Schnittwunden dazu weil so ein Lappen auch noch ausgewaschen werden muss. Und beim Aufsaugen der Scherben stelle ich mir vor wie die eingesaugten Scherben durch den Staubsauger geschossen kommen und wiederzurück geschleudert werden und mir entgegengeflogen kommen. Das Staubsaugerkabel verfängt sich in meiner Leonardovase reist das Ding zu Boden, gut das die nur 45cm hoch ist, und beim umfallen nicht einfach nur in große Teile zerspringt sondern  in Milliarden von kleinen Scherben, in die es sich übrigens noch besser tritt.

Naja und um euch das zu berichten hat es nur ein paar Pflaster gebraucht und eine Menge Scherben.

Aber Scherben bringen Glück, oder anders gesagt, Lieber Gott suche dir doch bitte einen anderen Pausenclown, den ich kündige !!!

Montag, 6. Februar 2012

Lebensbetriebsanleitung

wir fahren ein Auto das uns sagt wann man hoch oder runterschalten soll, das von allein Scheinwerfer und Scheibenwischer anmacht das selber einparken kann und ein Navi das uns überall hinführt nur nicht ans Ziel
unserer Mobilität sind fast keine grenze ngesetzt. Bis auf die des Bedieners.

Wir haben für alles Sensoren, Frühwarnsysteme, Vorbeugungsmaßnahmen, Verhütungsmittel und allerlei Kurse in denen man lernen kann sich vor jeglicher Gefahr zu schützen. Ausser vor der die man selbst darstellt.
Fahrsicherheitstrainings, Computerkurse für Rentner, Schwangerschaftsübungen für Frühreife Teenager. Es gibt Ratgeber zu allem möglichen hin bis zum richtigen Stuhlgang und wie man diesen am besten bewältigt.
Jeder fühlt sich dazu berufen sich als Terrorexperte zu betiteln oder Wirtschaftguru. Für alles das jemand gebraucht wird der mit Lexikondeutsch um sich werden kann darf sich auch Experte nennen, versteht eh keiner was dieser "Experte" einem sagen möchte. Warum sich auch die mühe machen, und eine eigene Meinung binden ? Es gibt doch auch Gehirnaktivitätenvermeidungspräperate. Faulheit.


Wir sitzen vor der Glotze und schauen anderen Menschen dabei zu wie sie ihr leben nach Drehbuch leben und uns vermitteln wollen das genau dass Reality TV ist. Wir verstecken uns hinter dem grossen Welt weiten web um jemand zu spielen der wir nicht sind um unserer comunity zu erzählen "so sind wir in Wirklichkeit auch". Nur das von der Wirklichkeit nicht mehr viel übrig bleibt. Oder wir uns eh nicht mehr trauen uns im Reallive einzulogen, lieber machen wir mit dem gelben Urlaubsschein frei und surfen im Netz. Da kann man wenigstens sein, wie man gerne wäre.

Es gibt eine App für alles selbst eine die Spühlgeräusche simuliert damit man ungestört seinen Toilettengang verrichten kann.

Ich hätte gerne ein Frühwarnsystem das mich warnt wenn ich mal wieder dabei bin den falschen Menschen zu vertrauen. Ein Fahrsicherheitstraining um in jeder Situation in einer Beziehung genau richtig reagieren zu können. Vorteilhaft wäre ein ESP Programm was meine Beziehungen in der Spur hält und ABS wäre auch nicht schlecht das mich bremst wenn ich mal wieder mit Vollgas ins nächste Fettnäpfchen einen Bauchplatscher mache.

Wie wäre es mal mit einem Navi das mir immernur den richtigen weg zeigt, den ich gehen muss um an meine Ziele zu kommen und das unbeschadet. Und ein Übersetzungsprogramm das mir das kaudawelsch übersetzt das mir meine Welt vorwirft. Oh und wenn wir schon dabei sind hätte ich gerne das ultimative Ordnungssystem um in meinem Kopf all meine Gedanken sortieren zu können.

Ich hätte gerne eine App die zu jeder Zeit an jedem Ort die Richtigen Worte für jede Situation hat so müsste ich mir nie wieder überlegen mit welchen Worten ich mein aufrichtiges Beileid ausdrücken kann oder was man am besten sagt wenn man gerade verlassen wurde oder seinen Partner beim Sex mit einem nichtpartner erwischt.Oder wie man seinen Kollegen erklärt das die Sympathie die man für einander empfindet höchstens Freundschaftlicher Natur ist und man nicht sofort mit jedem Sex haben möchte den man anlächelt. Manchmal grinse ich auch einfach nur so. Weil ich nicht alle töten kann, gibts da denn nicht auch was von Ratiopharm?

Am besten wäre es wenn ich statt Fettpölsterchen eine Massagefunktion hätte um mich jeder zeit selber massieren zu können. Und beheizbare Füsse damit mein Partner nachts schlafen kann ohne sich eine Blasenentzündung zu holen wenn ich meine Füsse an ihm wärmen möchte.
Wer weiss vielleicht stehen wir kurz davor uns selbst mit irgendwelchen Apps ausstatten zu können, aber im Moment können wir das nicht. Und so fehlen mir immernoch die Worte meinem Kumpel zu erklären das ich leider nicht in ihn verliebt bin und seine Gefühle nicht teile. Ich laufe trotzdem jeden Tag mehrfach gegen die Wand und Springe in Fettnäpfchen, sogar mit Anlauf. Ich werde missverstanden weil mein Kauderwelsch nicht in das Ordnungssystem meines gegenübers passt. Klar das ich das Geräusch von zuschlagenden Türen kenne und den Anblick von Menschen die sich aus meinem Leben entfernen, mehr oder weniger freiwillig.
Ich brauche kein härteres Material als Diamanten ich habe schlieslich meinen Dickkopf. Ich betreibe extremsport was Fehlverhalten angeht, weil ich es nicht immer als Fehlverhalten interpretiere. Möglicherweise liegt das daran das ich noch nicht sonderlich lange eine Ichexpertin bin. Die einzig gute Tat am Tag die ich verbringe ist andere zum lachen zu bringen, sei es auch nur durch die tatsache das ich völlig vertieft vor einem Plakat stehe oder gegen eine Glasscheibe renne, in Hundescheisse trette oder ohne Gebühr einfach so ein Kompliment rausschmetter.  Manchmal verliere ich einfach so die Orientierung und habe das Kurzzeitgedächnis eines Fisches, so das ich mir nicht merken kann was ich sage, geschweige den was ich schreibe. Ist doch klar das ich mir dann wiederspreche, was interessiert mich mein Geschwätz von gerade eben wenn ich mich eh nicht mehr daran erinnern kann ?!
Ich mache mir mehr Gedanken darüber mit meinen Sensoren jede Veränderung Gefühls oder Aussehenstechnisch meiner Umwelt wahrzunehmen wie auch nur einmal im entferntesten zu merken wie ich mich selbst kaputt mache. Ohne Airbag ohne Schutzuniform ohne doppelten Boden und ohne Auffangnetz.

Den es bleibt letztendlich wiedereinmal nur eins zu sagen, ich bin verantwortlich für das was ich sage, nicht für das was Ihr versteht. 



Dienstag, 31. Januar 2012

der fluch der konkurbine

wir waren nie die Prinzessinnen nie die einzigen Hölenbewohnerinen nie die erste Hofdame. Doch stets die größte Vergnügung der Männer, gleich neben ihren Frauen. 
Wir werden nicht geliebt, nur begehrt. Sind der heimliche Grund für Kriege und Scheidungen. Wir werden nicht geheiratet doch stets aufgesucht um dem Mann das zurückzugeben nach dem er sich sehnt. 
Wir laufen nicht verliebt über die Strassen, wir sind berühmt für Kratzspuren und wilde Nächte. 
Mit uns spricht man nicht über Kindererziehung und die neuesten Rezepte aber über neueste Entwicklungen und Forschungen auf jedem Gebiet.
Wir sind nicht die Frauen die man aufsucht in Trauer aber die die den Weg daraus kennen. 

Wir sind flüchtig wie ein Augenblick, lieben es begehrt zu werden, verlangen nach dem Reiz erwischt zu werden. Sind stolz auf einen verruchten Ruf. Genießen den Hass der gekränkten Frauen. 
Locken die Männer mit der Kunst der Verführung, nehmen uns was wir brauchen. 

Es begann mit einer die oben in den Bergen lebte, um sie aufzusuchen mussten Männer durch den Wald ziehen. Ohne zu wissen ob Sie jemals bereit wäre die Tür zu öffnen. Sie lockte sie mit den Mythen die um sie gesponnen waren. Nach dem unehelichen Vergnügen stieß sie die Männer von der Klippe in den Tod. Weil sie keine Verwertung mehr für sie hatte.
Während die Frauen zu Hause schliefen trieb sie sich durch die Gassen und suchte nach dem nächsten Mann der in ihr Zuflucht suchte. 
Aus Rache verfluchten die gehörnten Frauen das junge Mädchen. Nie war es ihr in der Lage zu lieben, geschweige den Geliebt zu werden. Nie würde Sie oder ihre Töchter das Gefühl kennenlernen dürfen aufrichtig zu lieben. Doch jede von Ihnen würde sich danach sehnen. 

Uns hielt man als Zofen als Konkubinen nicht wegen unserer Schönheit nur wegen unseren einnehmenden Persönlichkeit.

der Fluch besagt das niemand in der Lage ist uns zu lieben wir sind verflucht kurze Beziehungen zu führen und nach uns findet der Mann dann die Frau fürs leben. Wir werden abgespeist mit fadenscheinigen Begründungen, an den Haaren herbeigezogen sobald der Mann merkt wen er sich da angelacht hat.
Sobald das Adrenalin nachlässt und die Glückshormone wieder durch den Mann fliesen sucht er Plötzlichh einen Ausweg aus seiner Situation. Zurück zu seiner Frau, seiner Familie, seiner Freundin oder auch zu seiner Mutter. Nur eben weg. Vergessen die versprechen den Fluch zu brechen. Vergessen das Wort anders zu sein als die Vorgänger.
Verdrängt das Abenteur. Offen für neues. Aufrichtigeres. Oder eben einfach nur neues.

Es muss ein Fluch sein.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

stummer Schrei eines schlaflosen Traums

was für ein Tag, froh endlich zu Hause zu sein in meinen vier Wänden. Die Tür ins Schloss fallen lassen und die Welt ausschließen. Genug für heute, genug von der Welt. Ich schalte mein Handy aus. Ziehe den Stecker des Telefons. Ruhe ! Nur für einen Augenblick, soll ruhe sein ! 
Ohne große umschweife unter die Dusche, den Tag von sich runterwaschen. So fern das möglich ist. Weil  es so schön war, ins Bett fallen, und schlafen. 

Mitten in der Nacht werde ich wach. Ich höre Geräusche. Erstarre vor Angst! 
Wer auch immer das ist, von wem auch immer diese Geräusche stammen. 
Es ist in meinem Zimmer! Nur ein paar Schritte entfernt von meinem Bett. 

Ich drücke die Augen zu vor Angst, auf keinen Fall darf ich sie jetzt öffnen. 
Meine Stimme ist weg. Ich traue mich nicht zu schreien. 
Wie konnte ich nur den Stecker des Telefons ziehen ?! 

Wie nur das Handy ausschalten ?! Welcher Teufel hatte mich nur geritten ?! 

Aber wie kommt er hier rein ? Habe ich Tür nicht verschlossen ?  Während in meinem Kopf die Gedanken rotieren, bin ich vor Angst erstarrt und meine Atmung ausgesetzt hat. Begreife ich was passiert. 

Ich spüre förmlich wie er im dunklen angelehnt an meinem Türrahmen steht. 
Ich liege seitlich da, mit dem Rücken zu ihm die Augen fest verschlossen! 

Was auch immer jetzt passiert, lieber Gott lass mich nicht überleben ! Lass mich nicht überleben ! 
Er stößt sich vom Türrahmen, ich höre das dumpfe Geräusch, er kommt näher. Leise. 
Hätte ich nur nicht so einen schlechten Schlaf würde ich dies niemals hören ! Gott verdammt warum nehme ich den keine Mittel um fest zu schlafen ?!


Zu spät !

Er steht an meinem Bett ! Wie kann man Bewegungsabläufe nur fühlen ? Ich sehe ihn nicht, aber ich weiss das er da ist, ich fühle es. Als hätte ich Augen am Hinterkopf! Wenigstens sind die offen. 
Alle Sinne sind gereizt, ich bin angespannt. Kann ich nicht einfach explodieren. Mich in Luft auflösen ?!

Zu spät! 

Er sitzt an meiner Bettkannte, sieht mich an. Worauf wartet er ? Was will er ? 

Lieber Gott lass mich diesen Körper verlassen ! Jetzt sofort ! Notfall ! Was würde es mir bringen jetzt zu schreien, nach wem ? 

Er legt sich langsam und Behutsam neben mich. Als würden wir uns kennen. Rutscht auf. Ich spüre seinen Körper, direkt hinter mir. Seinen Arm legt er sanft um meine Taille. 

Lieber Gott lass mich sterben ! Jetzt ! Sofort ! Lass mich das nicht überleben!

Jetzt registriere ich das mir die Tränen laufen, durch die Nase versuche ich tief einzuatmen um aufzuschreien, alles was ich schaffe ist ein Schluchzen! 

............


Ich fahre nach Hause, es ist schon viel zu spät und der Nebel hat sich ausgebreitet. Ich bin fast alleine unterwegs auf der Autobahn. Gelegentlich rauscht einer an mir vorbei. Das ganze Auto wackelt. Ich greife fester ins Lenkrad. Richte den Blick nach vorne. Meine Augen sind angestrengt, ich kann vor mir fast nichts sehen, sobald etwas mehr Sicht da ist drücke ich auf das Gaspedal. 

Ich fahre schneller. Ich will nach Hause. 

Dann schaue ich in den Rückspiegel. Nichts als Dunkelheit, und dieser verdammte Nebel. 

Wäre ich nur rechtzeitig losgefahren. Ich hasse diese Strecken, um diese Uhrzeit, alleine. 
Gefangen im Auto mit meinen Gedanken. 
Allgemein gefangen in meinen Gedanken. Es ist unglaublich schwierig sich auf die Strasse zu konzertrieren wenn das eigene Kopfkino einen so beeinflusst das man komplett abschweift. 

Ein Blick in den Rückspiegel verrät mir das da zwei Lichter auf mich zugeschossen kommen. Auf meiner Fahrspur. Nichts wildes. Wird gleich überholen, an mir vorbeiziehen. Und in den Nebel rasen. Verschwinden. Auf Nimmerwiedersehen. 
Wie viele Meter es wohl sind, oder besser gesagt wie viele Sekunden mir wohl noch bleiben, bis ich die Strecke wieder für mich habe. Unbewusst hab ich das Lenkrad leicht nach links gezogen, als würde ich überholen wollen. Ich muss zurück in meine Spur, etwas beschleunigen. Um keinen Auffahrunfall zu provozieren. Nicht bei der Dunkelheit, nicht in dem Nebel! Schnell nach hinten sehen ob ich das Überholmanöver meines Verfolgers gestört habe. 

Zu spät! 

Im Rückspiegel ist nicht wie erwartet das andere Fahrzeug! Er ist es ! Unsere Blicke treffen sich im Rückspiegel ! Er sitzt auf meiner Rückbank ! In meinem Auto ! Er ist komplett schwarz gekleidet. 
Deswegen hab ich ihn die ganze Zeit über nicht bemerkt ! Wie kommt er in mein Auto! 
Er lächelt und sagt " Du musst schon etwas vorsichtiger sein"

Zu spät ! 

Ich habe das Lenkrad nach rechts gezogen aufs Gas gedrückt. Alles was ich jetzt sehe ist die Leitplanke. 
Nacht und Nebel!

Stille! 

Freitag, 2. Dezember 2011

Nähkurs

Es ist dunkel draußen, nur der Vollmond wirft seinen Schatten in mein Zimmer. Ich hab ihn aufgehen sehen, hab gesehen wie die Sonne verschwand und der Mond sich rechtzeitig zu seiner Schicht meldet. 
Auch heute Nacht wird der Mond begleitet von diesem kleinen Stern der einem immer das Gefühl gibt er würde hinter dem Mond her reisen. Ein paar Wolken gesellen sich dazu. Kein außergewöhnliches Bild. Dennoch ein schönes.
Die Luft ist ziemlich schwer es riecht nach Regen der aufzieht. Der Geruch von trockenen staubigen Straßen die durch den Wind und Feuchtigkeit ihren unverkennbaren Geruch tragen. Dann werden die Regentropfen an mein Fenster klopfen, um Einlass bitten. Zunächst noch Zaghaft und dann werden sie wie wild gegen mein Fenster springen gegen die Dachziegel und gegen die Blätter der Bäume. Regen eben. 
Auch diesmal werde ich ihn nicht rein bitten, wieso auch. Manch einer hat den glauben das der Regen uns rein wäscht, vielleicht vergessen sie dabei die Kraft die Wasser hat wenn es erstmal gesammelt ist und nicht in Tropfen vorkommt.
Ich sitze in meinem Sessel, die nackten Füße berühren den kalten Marmorboden, die erwartete Kälte lies mich erst zusammenzucken, doch dann gleicht sich meine Körpertemperatur dem Boden an. 
In meiner Hand halte ich ein Weinglas. Aus meinen Augen fließt der seltenste Rohstoff den es in meiner Welt gibt, meine Tränen. Als Kind schien dieser Vorrat schier unendlich aber inzwischen passiert es so selten das die Träne das kostbarste ist was ich bieten kann Weil es sich hierbei um eine Kostbarkeit handelt sammle ich die Tränen in diesem Weinglas, ich lasse sie vom Auge an der Nase entlang gleiten Richtung Kinn zusammenlaufen, und dann tropfen sie Tropfen für Tropfen in mein Glas.
Mir kommt es vor als würde ich hier schon die gesamten Jahreszeiten sitzen. Als müsste ich in der Schule Nachsitzen, solange bis ich alle Facetten kenne die Tag und Nacht bieten, zusätzlich zu den Jahreszeiten.
Ich betrachte dieses Schauspiel schon so lange das es mich langweilt. 
Wenn ich es nicht mehr sehen kann versuch ich es mit beiden Füßen auf dem Boden zu stehen, mich von meinem Sessel zu erheben. Doch die meiste Zeit fehlt mir die Kraft, ich ziehe die Beine eng an den Körper umschlinge die Knie mit einer Hand, mit der anderen halte ich mein Kostbares Glas.
Ich habe versucht im Bett zu liegen, auf dem Rücken den Kopf aus dem Bett gestreckt so das dass Blut in den Kopf Fliesen kann, so kommt wenigstens ein bisschen wärme in meinen Körper und der Druck geht nun auf die Augen nicht auf den Hals so kann ich wenigstens atmen ich drohte zu ersticken, in meiner Brust klafft ein großes Loch die Rippen sind zurseite gebogen, aus dem dunklen Loch fließt Magma heraus. Die Dunkelheit in diesem Raum blendet mich. Die Stille ist ohrenbetäubend. Meine Gedanken schreien quer durch meinen Kopf prallen gegen die Schädeldecke, reflektieren, verdoppeln sich beim Zusammenprall, ich kann keinen davon fassen. Nicht das ich es nicht versucht hätte mit beiden Händen, mit Fangnetzen mit Schubladen ich wollte ja Ordnung schaffen, selbst mit hinterhalten hatte ich es versucht nur kamen dadurch noch mehr Gedanken. Jetzt hab ich es aufgegeben ich lasse ihnen freien Lauf. Irgendwann werden sie müde werden und von allein auf den Boden der Tatsachen fallen. Dann werde ich meinen Besen nehmen und alle über einen Haufen kehren. Vielleicht kehre ich die Gedanken dann auch unter den Teppich oder ich sortiere sie neu. Aber nicht jetzt, noch sind sie schneller wie ich und mir fehlt bei weitem die Kraft ihnen hinterherhinken. 
All die Erklärungen, Bücher und Ratschläge, alle Filme alle Lieder die mir deutlich machen sollten was hier vorgeht, die mich erkennen lassen sollten ab wann es schief ging. Wo der Augenblick war als mir alles aus den Fingern glitt. Ich hab sie verzehrt. Verdaut. Wiedergekäut. Verdaut und doch wieder ausgespuckt. Sinnlos, Den Sinn, die Antwort auf all die vielen Fragen ich werde sie wohl nicht finden. Nicht in diesem Leben. Nein wohl möglich nicht mal im nächsten, während ich hier vor mich hin vegetiere hat die Welt sich frecher weise weiter gedreht. Durch ihr ständiges Drehen hat sie Neuigkeiten mitgebracht die erwarten durchlebt zu werden. Eigentlich wollte ich eine Auszeit. Aussteigen aus diesem Karussell, mir ist eben schlecht geworden. Also muss man Aussteigen solange man noch gerade aus gucken kann. Scheint als hätte ich den Zeitpunkt verfehlt. 

 Ich stehe meinem Spiegelbild gegenüber, starre das blasse etwas an, rücke meine Haare zurecht, streiche mein Kleid glatt, öffne die Schublade, ziehe eine Nadel heraus, ziehe den Faden durch die Öse, steche die Nadel in meine Brust, und nähe im zickzack das Loch in meiner Brust zu. Provisorisch, Ich war noch nie eine gute Näherin. Aber es wird schon halten. Eine weile. Bis durch eine weiterer Unachtsamkeit die Wunde aufreißt. Blöd das es dafür keine Sollbruchstelle gibt. Oder einen Rauchmelder. 

Auf Ex trinke ich mein Glas leer.Welch kostbarer Rohstoff.

Rein in die Regenstiefel. Den Schirm aufspannen. Zieldirekt und mit Anlauf in die erste Pfütze !

Donnerstag, 10. November 2011

lass das licht an

lass das Licht an 
damit ich dich sehen kann,
lass es an damit ich dich bewundern kann

ich möchte dich sehen
von Kopf bis Fuss 
wie du da vor dem Spiegel tanzt

lass das Licht an 
damit du von meinen Lippen lesen kannst

lass den Mondschein an
denn ich möchte dich sehen 
wie du dich mit der Musik vereinst die nur du hören kannst 
Lass den Mondschein an 
damit du sehen kannst
wie sich meine Atmung dem Rhythmus anpasst mit dem du durch den Raum tanzt

lass das Licht an 
damit ich sehen kann wie du mich mit deinen großen Scheinwerfer Augen ansiehst
lass es an,
damit ich sehen kann wie du auf das Bett zuschreitest, 
lass es an,
um das verschmitzte lächeln auf deinen Lippen sehen zu können
das Grübchen auf deiner Wange das dich einzigartig macht

lass es an,
damit ich sehen kann wie du die Bettdecke anhebst und die kalte Luft des Raumes sich zu mir unter die Decke schleicht, 

ich brauche die Helligkeit 
um zu sehen wie du nach meinen Füssen greifst um mich dir entgenzuziehn, 
brauche das flackern des Lichts 
um zu sehen wie sich deine Küsse an meinem Bein entlang nach oben arbeiten 
brauche den Kerzenschein 
um zu sehen wie das Piken deiner Bartstoppeln sich hinaufarbeitet 
um zu sehen wie sich die Wärme der Kerzen die den Raum umspielen
in meinen Körper steigt
wie das Wachs das sie spenden auf mich tröpfelt
an die Punkte an denen zuvor deine rauen Hände gelangten

lass das Licht an 
damit der Sonnenaufgang mir zeigen kann 
wie deine Augen leuchten wenn deine Küsse meine Lippen erreichen
lass das Licht an 
damit unsere Seelen den Weg zueinander finden
lass die Fackeln an
damit ich spüren kann wie dein Griff mich fest umklammert, 
damit du sehen kannst wie sich meine Finger in deinem Rücken vergraben sich festkrallen
lass mich sehen wie die Wut in dir Aufblitzt wenn du nicht damit rechnest von mir gekratzt zu werden
nutze das Licht um zu sehen wie ich auf deine Berührung reagiere

lass das Lagerfeuer an 
um mein Lächeln zu sehen wenn du mich auf deinen Schoss hebst
ich halt mich fest an dir an dir umklammere deinen Körper
trage mich wohin du willst ich gehöre dir 
für diesen Augenblick 
für die Ewigkeit

lass die Laternen brennen 
damit du mein begehren sehen kannst
wenn die Tropfen der Dusche sich über uns ergießen
unsere Haut befeuchten
unser Feuer löschen
kein Wort kein Ton nur die Schatten an der Wand 

lass das Licht an
um die Erinnerung am Leben zu erhalten 

lass das Licht an wenn du gehst
damit dein Schatten mir noch ein wenig erhalten bleibt....