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Mittwoch, 20. April 2011

Leuchtfeuer

Es heißt es gibt im Jahr 4 Jahreszeiten, Frühling Sommer Herbst und Scheisse. 

Ganz so eng sehe ich das nicht. 

Der Winter ist am Anfang schön. Schön kalt vor allem. Er steigert die Geburtenrate, naja 9 Monate danach. 

Aber irgendwann haben wir die Nase gestrichen voll, nicht nur mit Flüssigkeit, sondern auch einfach davon krank zu sein, zu dick eingepackt und das man im Dunkeln rausgeht und nach hause kommt wenn es wieder dunkel ist. Den ganzen Tag wird man beleuchtet von unschön verpackten Halogenlampen. Die uns wie in einer riesen Hühnerfarm beleuchten. Uns wärmen und uns vortäuschen das es Tag ist so das wir Fressen und wachbleiben. Bis wir Fett genug sind um Geschlachtet zu werden, naja in unserem Fall um uns selbst Fertig zu machen weil wir nicht mehr in unsere Klamotten passen. 

Ich bin aber kein kleines Küken das auf die Wärme einer Lampe angewiesen ist. Ich sende meinen Ruf nach der Sonne in den Himmel wie eine Leuchtrakete, ich möchte morgens wieder von der Sonne geweckt werden. Möchte morgens die Sonne sehen bevor ich in meinem Büro verschwinde. Ich möchte nach hause fahren und noch etwas von der untergehenden Sonne haben und nicht unter Strassenlaternen den Weg nach Hause suchen.  Wir sind alle wie die kleinen Maiglöckchen die sich durch den Schnee bohren, ihn zu Seite schieben und dann in wunderschönen Farben kleine Tupfer im Schnee bilden. Ein Phänomen was sich immer wieder beobachten lässt, ja natürlich hat es draußen noch Temperaturen die Nippel gefrieren lassen, so das man damit Diamanten schneiden könnte, aber die Sonne scheint, das bedeutet für manch einen das es Zeit wird ungefragt die weiße Haut in die Welt zu strecken, samt dem angefressenen Winterspeck. Je mehr Sonnenstrahlen umso weniger Stoff...eine recht einfache Mathematische Gleichung. 

Alles was jetzt interessiert ist der perfekte Bikini und die dazugehörige Bikinifigur die von 100 Personen am ende 5 schaffen, aller anderen erleben die Freude mit dem kleinen Spielzeug das unsere Jugend begleitet hat. Dem Jo-Jo Effekt. 

Wir brauchen Aufrüstung im Kleiderschrank und der Frühling schenkt uns genug Kraft dazu, er schenkt uns die Kraft zu lächeln die wir, zumindest sieht es manchmal danach aus, über den Winter nicht mehr hatten. Wenn man jetzt durch die Gegend schlendert verloren in seiner eigenen Welt kommen einem erstaunlich viele Menschen entgegen die die Mundwinkel nach oben ziehen. Wohlmöglich auch weil sie sich auf die Pirsch machen, nach einem neuen Partner. Die berühmt berüchtigten Frühlingsgefühle. In mir rufen sie nur Wut auf, darüber das die Wiesen nun überflutet werden mit Pärchen die ihre junge Liebe demonstrieren müssen. Neurotisch wie von einem inneren Zwang besessen, müssen nun alle Händchenhaltend, Kuschelnd und Klammernd beweisen das sie infiziert sind von der Liebe. Die Bäume haben ihre weisen Kleider abgeschüttelt, und die Frauen machen den Anschein als hätten sie nur diesen einen Wunsch, sich in ein weißes Kleid zu drücken und zu heiraten. Nennt sich das dann Trikottausch? Während unsere Umwelt nun Farbenfroh wird, und die Grüntöne sich zu übertreffen scheinen, übertreffen wir uns mehr mit schlechtem Geschmack und der falschen Kleiderwahl. Im Frühling gilt der Zwiebellook. Nur so als kleinen Tipp zwischendurch. Vor allem wen die Haut noch nicht von der Sonne geküsst wurde. Man kann natürlich was dagegen machen, in dem man sich ungeschützt in die Sonne legt oder unter der Sonnenbank einschläft, den dann bekommt man diesen gesunden rot stich der eine gewisse Romantik und Schüchternheit auf unsere Haut zaubert, was sicherlich vorteilhaft ist für die Suche nach einem Passenden Partner. 

Hier zeigt sich dann wieder dass sich das Ozonloch genauso schnell ausbreitet wie die schwarzen Löcher in unseren Köpfen. Möglicherweise werden wir auch einfach nur Sorgenfreier. 

Oder wie ich es die Tage aufgeschnappt habe: Frauen sind auch Jäger und Sammler, wir Jagen Männer, und Sammeln Taschen. Das Funktioniert bekanntlicherweise gebräunt und gestylt am besten. Den auf Weißwürste stehen Männer auch nur während dem Oktoberfest und dazu ein Kühles Blondes. 

Aber was das schönste am Frühling ist, ist der Geruch in der Luft, es riecht nach Grill. Frisch gebrutzeltes Fleisch dessen Geruch sofort das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Natürlich nicht zu vergessen das Eis essen. Es ist wie die Aufwärmphase vor einem Marathon. Wir wärmen uns auf für den Sommer. Können es kaum erwarten dass es wärmer wird, die Tage länger und die Nächte scheinbar unendlich. Es scheint als würde das Leben zurückkehren uns in eine gewisse Aufbruchsstimmung bringen, als hätten wir alle große Pläne, und nun auch endlich die Kraft dazu. Also schmeissen wir den Grill an, setzen die Sonnenbrille auf und Atmen tief durch. Mit dem Heuschnupfen kommen dann sicher auch bald die Frühlingsgefühle !


Montag, 4. April 2011

Der Teufel ist ein Eichhörnchen

Wenn der Teufel ein Eichhörnchen ist dann ist der Teufel sicher eine Frau,  aber er trägt ja auch Prada und damit hat der Teufel schon mal guten Geschmack bewiesen. 

Was also hat der Teufel das Eichhörnchen und Prada mit mir zu tun? Ganz einfach ich fürchte ich bin ein Eichhörnchen. Um genau zu sein bin ich wohl eins das kurz vor dem Winterschlaf steht. Nur das der bei mir wohl das ganze Jahr bevorsteht.  Eine kleine Höhle habe ich natürlich auch, naja der Teufel hat schließlich auch eine. Warum sollte ich mich schlechter stellen?

Ich gehe so gerne auf Beutezug um die leckersten Teile zusammen zu suchen, am liebsten Schnäppchen. Ich laufe wild durch die Gegend mit einer bemerkenswerten Ausdauer. Wirklich wenn ich mir den Vorsatz mache Joggen zu gehen bin ich noch nicht mal aus der Wohnung raus und schon bin ich fix und fertig, natürlich habe ich das perfekte Outfit zum Joggen. Nur läuft es eben nicht von alleine den dreh hat es noch nicht raus. Deswegen schlendere ich dann eher, um dann für gut aussehende Jogger so auszusehen als würde ich mich gerade unglaublich fit halten.  Aber eigentlich ist die Fitness, also die einzig wahre die ich durchhalte und gerne Betreibe ist Extremshopping! 

In meinem Kleiderschrank herrscht Chronischer Kleidermangel, das Phänomen das Waschmaschinen Socken schlucken kann ich nur bestätigen nur verschwinden dort bei mir auch Jeans, Blusen, Blazer Schuhe und andere überlebenswichtige Dinge. Sie verschwinden einfach, möglicherweise ist mein Kleiderschrank auch Bulimie krank, verschlingt alles und kotzt es irgendwann aus.  Oder es ist eine Sekte bei dem ich meinem Kleiderschrank einfach regelmäßig Opfer bringen muss.  Wie gesagt ich habe das Phänomen,  beziehungsweise die Ursache für den Kleiderschrank voll mit „Nichts zum Anziehen“.  

Ich mache mich also wie das Hungrige Eichhörnchen auf den Weg nach Vorräten die ich verstauen kann und bei Gelegenheit meine Freude daran zu haben. Wir sind dabei sehr wählerisch überlegen uns was wir noch brauchen um nicht eintönig zu sein. Es muss genug sein um lange davon zehren zu können. Wir tragen unsere Beute in unseren Bau, ziehen mehrfach los wenn es sein muss. Probieren zwischendurch. Sammeln weiter. Dann zum Schluss wenn sich das Vergnügen dem Ende zuneigt, schleiche ich mich in meinen Bau ein letztes Mal für diesen Tag. Schließe leise die Tür auf, schleiche mich in mein Zimmer, in der Hoffnung nicht erwischt zu werden. Mein Konto ist längst ausgereizt und jeder Mann der die Tüten sieht weis wie spät es ist. So wie sich das Eichhörnchen einkuscheln muss bevor der Winter es ereilt. Ich bin ein Eichhörnchen. Und das ist bekanntlich der Teufel, wohl weil der Teufel die Sündigen verführt um in die Hölle zu kommen bevor die Schutzengel einen Retten können. Also sind meine Mitbewohner eigentlich Engel? Und mein Schrank ist die Hölle? Das kann durchaus sein den wenn ich morgens davor stehe, fluche ich wie ein Rohrspatz, wo zur Hölle ist dies und das …
Wenn also der endlose Flur endlich überbrückt ist verstecke ich meine Beute, damit sie nicht sofort gefunden wird und wohlmöglich ein anderer an Beute kommt. Wie soll ich den dann den Winterschlaf überleben?! Was ich noch mit dem Eichhörnchen gemeinsam habe? Na das Vergessen der Mühevoll zusammengesuchten Beute. Das süße kleine Hörnchen vergisst einfach wo es seine Nüsse vergraben hat. Ich vergesse wann ich welches Teil gekauft habe, dann ziehe ich es aus dem Schrank und freue mich wie der Teufel weil da sogar noch ein Preisschild dranhängt. Den auch Kleidung hat eine Haltbarkeitsdauer, man wird schlanker aber eher vollschlanker. Oder die Farbe kommt aus der Mode, deswegen sammeln das Eichhörnchen und ich auch gerne Basics. Die kann man immer gebrauchen. 

Warum wir Frauen so sind? Vielleicht gibt es uns das Gefühl das wir hatten als wir als kleine Mädchen an Mamas Kleiderschrank gegangen sind, in ihre Kleider geschlüpft sind und uns mit ihrer Schminke angemalt haben. In Mamas Schuhe rutschten, um damit die ersten wackligen Schritte zu machen auf dem Weg zur Frau, auf dem Weg zu etwas besonderem. Um hübsch auszusehen, so wie Mama, den gibt es jemand tolleres als Mama? Wer würde schon sagen dass die eigene Mama der Teufel ist. 


Mittwoch, 23. März 2011

Sitzbadewanne


Mama und Papa stehen im Flur, unter ihnen auf dem Boden steht ein Karton. Sie streiten sich über den Inhalt.  Meine Mutter weint. Sie versucht unter Tränen zu erklären das die Nutella und das Brot reichen werden. Mein Vater ist dagegen. Wir sollen gehen.  Ich stehe am Türrahmen, sie sehen nicht das ich dort stehe, wissen nicht das die Worte mich erreichen und mich verwirren. So sehr wie die Tatsache dass meine Mutter weint. Ich verstehe nicht wohin wir gehen sollen. Und wer ist wir. Ich möchte nicht weg von Papa vor allem will ich aber nicht weg von Oma. 
Dann fährt uns Papa an den Bahnhof setzt uns in einen Bus. Er ist voll und es riecht nach Regen, ich halte meine Puppe fest und streichel ihren roten Regenmantel glatt.  Draußen regnet es in Strömen, doch an diesem Bild stimmt etwas nicht.  Meine Mama und ich wir sind im Bus doch Papa steht draußen im Regen. Jetzt erst registriere ich dass in diesem Bus alle Frauen weinen.  Ich sehe durch die Scheibe, sehe die Tränen in Papas Augen, dann nimmt er seine Hand drückt sie gegen die Scheibe und ich drücke meine von innen gegen die Scheibe. 
Jetzt wache ich auf, weinend manchmal schreiend. Was ich gesehen habe bin ich selbst. Mit 5 Jahren. Auf der Flucht. Dieser Traum raubt mir in manch einer Nacht  den Schlaf, auch wenn es schon lange her ist.  Besonders holt es mich ein wenn es regnet.  Wenn es draußen Blitzt und stürmt  möchte ich am liebsten sofort aufhören zu existieren, sofort verändert sich in meinem inneren die starke Frau die ich geworden bin,  zu dem kleinen Mädchen das Angst vor dem hat was als nächstes kommt.  Nichts möchte ich lieber als mich an solchen tagen Sicher und geborgen fühlen.  

Ich kam in diesem Hotel an und war gespannt auf alles Neue.  Ich wollte meinen Alltag nicht von dem bestimmen lassen was war. Es hatte mich genug geprägt.  Schmeiße meinen Koffer auf das Bett, schaue mich um. Als ich das Bad öffne erwischt es mich wie ein schlag ins Gesicht. Damit hatte ich nicht gerechnet.  Nachdem aus dem kleinen Mädchen eine Frau geworden ist kehrten  Mama und ich zurück in das Haus aus dem wir geflohen waren.  Es wirkte so winzig so verlassen, so leblos. Innen war der Boden zerstört man konnte sich nicht frei bewegen. Das hier war mir einst so riesig vorgekommen. Alles war unerreichbar. Selbst die Badewanne in der ich immer geplantscht hatte, sah jetzt so schäbig und winzig aus. Was ich jetzt weiß, es ist eine Sitzbadewanne. Genau das was sich jetzt in diesem Hotel vor mir Ofenbarte. Reflexartig weiche ich zurück bis ich mit dem Rücken zur Wand stehe. Die Bilder dieser Wanne verbinden sich mit unzähligen Bildern in meinem Kopf. Es fällt mir schwer zu atmen. Wer baut auch schon ein Hotel mit solch einem Folterobjekt? Man kann nur eine Volldusche darin machen oder ein Halbbad. Dieses etwas ist so kurz das ich nicht einmal darin sitzen könnte, geschweige den stehen. Warum auch immer hat es eine Neigung in der man sich selbst beim Duschen fühlt als würde man noch in den High-heels stecken.  Entspannend ist das nicht. Wie konnte ich als Kind darin plantschen? Wie winzig war ich nur?!
Toll und jetzt stehe ich da und weis nicht ob ich dem ganzen gewachsen bin, wie kann ein Konstrukt aus Fliesen und sonst was mich so aus der Bahn werfen.  Doch ich bin keine fünf mehr.  Es macht nicht wirklich Spaß in diesem Ding zu stehen, kommt mir eher so vor als würde ich versuchen ein Bad in einem Waschbecken zu nehmen. Warum werden so Dinge gebaut in ein Hotel? Sie sind zu hoch und zu eng und zu kurz. Eine Dusche wäre doch vernünftiger. Aus diesem Ding auszusteigen ist lebensgefährlich. Es ist zu rutschig und man hat keine Möglichkeit sich festzuhalten.
Ein Hotelzimmer erzählt wohl viele Geschichten man muss nur wissen wie man sie zu lesen hat. Für manche ist es der Regen der gegen das Fenster prasselt, für andere das Doppelbett das nur auf einer Seite gedeckt ist und so die Einsamkeit des Raumes  wiederspiegelt, oder das Besteck beim Frühstück das so oft schon gedeckt wurde und von so vielen Menschen benutzt wurde.  Die Tür durch die schon so viele gekommen und gegangen sind ohne ihre Geschichte zu erzählen. So wie ich meine weiter mitnehme, und versuche vor ihr wegzulaufen. Weil es Geschichte ist.  Sie prägt uns doch sie sollte unsere Zukunft nicht verhindern.

Montag, 21. März 2011

Gummipuppe


Es gibt zwei Möglichkeiten seinem Kopfkarussell einen ordentlichen Schubser zu geben. Einer ist es einfach mal eine ordentliche Grippe zu bekommen und an das Bett gebunden zu sein wie ein Nervlich Labiler Mensch in einer Nervenanstalt, der an sein Bett gefesselt wird weil er sich selbst und andere in Gefahr bringt. Dabei beginnt es mit dem Kopfkarusell, und weil arme und Beine unbeweglich gemacht sind, hört das Gehirn nicht auf zu denken.

Es gibt noch eine andere Möglichkeit die in meinen Augen nicht weniger Spektakulär ist. Wie ich darauf komme. Ich saß samt Kopfkarussell und Gefühlsachterbahn in einem Brunnen fest, in dem ich hoffte jemand würde eine Münze hineinschmeißen in der Hoffnung ich würde Glück bringen. Nicht das ich daran glauben würde das ich irgendjemanden Glück bringen könnte.
Da rief mich ein Freund an um mich zu fragen ob ich jemals auf einem Friedhof geschlafen hatte. Nein noch nie. Wieso den auch als Lebender geht man immer mit einem seltsamen Gefühl an einen Friedhof, das Gefühl des ewigen Abschieds ohne Abschied genommen zu haben. Oder die Hoffnung gehör zu finden bei jemandem der nicht mehr da ist um einen in den Arm zu nehmen.  Es gibt dort Bänke um sich nieder zu lassen, es gibt Brunnen weil die Tränen zu salzig sind um damit Blumen zu gießen. Aber vor allen dingen gibt es immer Ruhe, eine stille die gleichzeitig Beruhigend wie Beunruhigend ist. Aber eins haben alle Friedhöfe gemeinsam man ist froh wenn man wieder lebend raus kann.

Nach einer anstrengenden Woche und inzwischen auch nach anstrengenden Tagen suche ich einen Friedhof auf. Laufe durch die Grabsteine, Grüße die Toten und die Untoten. Bewundere den Grabschmuck, bei dem ich mich ab und an frage ich mich ob der Tote soviel Aufmerksamkeit bekommen hat, wie ihm jetzt zu teil wird. Dann suche ich mir eine Bank, setze mich und lasse meinem Kopfkarusell feien lauf. 

Was mich dazu treibt mich an so einen Ort zu begeben? Ich muss weg. Ja manchmal dreht sich die Welt um mich rum so schnell das ich das ich nicht weiß in welche Richtung ich mich zuerst Übergeben sollte. Auf Zuckerwatte habe ich allerdings immer Lust, solange sie Rosa ist. Aber man kann nicht Zuckerwatte essen und kotzen gleichzeitig. 

Was mich so schwindlig macht ist nicht leicht zu Umschreiben, ich hatte Grippe, und lag im Bett, meine Freunde und Kollegen waren rührend. Unglaublich viele Gute Besserung Emails, Smsen, Blumen Karten usw. doch meinen Tee musste ich mir selber machen. Mich daran erinnern wo ich die Schmerztabletten hin habe, das konnte auch nur ich. Den von all meinen lieben hat sich keiner in meiner Nähe geschafft, sie konnten es nicht riskieren auszufallen, bei der Arbeit oder im Leben. Ich war doch nicht unter Quarantäne, in der ich 40 Tage isoliert werden muss.   
Ich habe doch nur eine Grippe gehabt. Als dieses Abenteuer also vorbei war, landen die Blumen im Bio Müll, und ich mache mich auf den Weg zur Arbeit. Gehe zum Bäcker, da steht diese kleine sie ist so herrlich Glücklich mit ihrer Arbeit, sie grinst als wäre sie nur dafür geschaffen worden Tag ein, Tag aus Brötchen an Hungrige zu verkaufen. Und ich frage mich wann habe ich das letzte mal so Glücklich gestrahlt als sei ich es aus tiefster Überzeugung. Jeder von uns setzt sein Lächeln auf für die Dauer seiner Tätigkeit aber das Lächeln vergeht uns schnell. Also was ist ihr Geheimnis? 

Immer habe ich daran geglaubt dass wenn ich ein gewisses Ziel erreiche danach alles einfacher wird, alles besser wird. Nach dem Schulabschluss, nach dem Hochschulabschluss und nach dem ich die Stelle bekommen habe die ich unbedingt wollte. Nach jeder Gehaltserhöhung.  Nach jeder Beförderung. Immer war ich fest davon überzeugt wenn ich es erreiche wird alles besser, doch dann hatte ich einfach ein neues Ziel und war nicht zufrieden mit dem was ich bisher erreicht habe, es war nie genug. Nie genug. Ich wollte nie nur nach den Sternen greifen, ich wollte sie in meine Handtasche packen und stets dabei haben. 

Also verlasse ich diesen laden in dem diese kleine Glückliche Frau arbeitet, und sich damit zufrieden gibt die scheiss Leiter zu halten mit der jemand anders nach den Sternen greift.
Vor dem Bäcker wartet eine Horde Kinder auf mich, die sich Schubsen und Streiten, und ihre Mutter die daneben steht als sei es das normalste der Welt das sie Ihre Kinder nicht im Griff hat, und diese nicht Zivilisiert nebeneinander herlaufen können. Schön wär es wenn die nicht so unglaublich laut wären, das die Gefahr besteht das man wach wird bevor man bei der Arbeit angekommen ist. Zu allem Überfluss stolpert so ein Giftzwerg direkt vor meine Füße, ein Glück hab ich den Kaffe fest im Griff so dass kein Tropfen des Kostbaren Getränks auf diesem Kind landet, und verschwendet wird. Die Mutter ist total entsetzt darüber das ich nicht sofort mit ihrem Kind in Tränen ausbreche, oder zumindest tröstende Worte finde. Nicht mal aufhelfen will ich Ihrem Kind. Nein viel schlimmer ich steige einfach über das Kind und laufe meinen Weg weiter, doch dann höre ich die Mutter noch einen netten Gruß sprechen, „Kaltes Miststück“ nicht das mir das sonst was ausmachen würde, was glaubt die wie oft ich das von irgendwelchen Männern zu hören bekomme weil ich nach einem Abenteuer über ihr Stehvermögen lustig mache. Aber von einer Frau? Also drehe ich mich um, laufe zu dem kleinen Mädchen das immer noch weinend am Boden sitzt, knie mich zu ihr runter und sage ihr „kleines, die Straße ist Vielleich hart, aber das Leben wird dich ficken“ dann lächel ich sie an als hätte ich ihr das letzte Geheimnis ihrer Wendy verraten. Als ich stehe, hat ihre Mutter immer noch den Mund weit aufgerissen. Ich liebe das Geräusch wenn Träume platzen. 

Jetzt habe ich wenigstens gute Laune. Im Büro angekommen schmeiße ich meine Tasche ins Büro und möchte nach meinen Kollegen sehen. Das erste was mir entgegen schmettert, ist der bissige Kommentar, ob ich heute durch mein Outfit mit den Waffen einer Frau kämpfen will. 

Und ich dachte die Waffen einer Frau wären das Blasen und Eierkraulen. 

Das ist das Problem der heutigen Gesellschaft, die Frauen müssen härter werden um zu überleben, während sich die Männer in Tütüs zwängen und bei Titanic weinen. 

Warum habe ich Studiert, gelernt mich beworben und Überstunden gemacht wenn ich das alles auch erreichen hätte können mit einem kurzen Rock und einem weiten Ausschnitt, meine Aufgabe sollte es sein immer Diät zu halten meiner Brüste perfekt zu positionieren und darauf zu achten das mein Hintern möglichst Verkaufsfordernd aussieht. Ob ich heute meine Zahlen gemacht habe weil man meine Brüste sehen kann? Oder weil ich was von meinem Beruf verstehe? Es ist natürlich wegen meiner unwiderstehlichen weiblichen Ausstrahlung. So wie jeder Mann auf Bier und Fußball steht. 

Nach einem solch schönen Tag will man nach Hause, aber da ist man alleine und es ist zu viel Platz den man nicht teilen kann, nach meiner Einweihungsparty hatte ich noch lange aufzuräumen, erschreckend war das es ein Pärchen geschafft hatte fast 2 Tage in einem Zimmer zu verbringen ohne das mir aufgefallen wäre das noch jemand in der Wohnung ist. Kann daran liegen das ich nach so einem Arbeitstag nur das Zimmer aufsuche in dem mein Bett auf mich wartet. Wenn wir was unternehmen gehen wir aus zum Essen oder Kochen lernen zum Sternekochkurs, da kann ich dann auch mal den Koch fragen wie ich es schaffe dass mir nicht jedes Mal die Dosenravioli anbrennen. Wir gehen feiern, und da muss man nicht gezwungenermaßen in seinem eigenen Bett landen. Deshalb habe ich aus meinem Loft eine WG Gemacht so ist wenigstens jemand da wenn ich das nächste Mal krank bin. 

Ich frage mich ob meine Oma recht hatte, ob ich mich nicht einfach hätte von einem reichen verheirateten Mann schwängern lassen sollen, der mir meine Shoppingsucht zahlt und ich bleibe daheim lackier mir die Nägel und sehe mir Liebesfilme an, anstatt Monsterschichten zu schieben um mir meinen Konsumwahn selber zu bezahlen.
Aber jetzt muss ich nach Hause, der Hermessmann müsste da gewesen sein, er bringt Futter für mein alles verschlingendes Ankleidezimmer dem ich stets ein Opfer bringen muss.

Dienstag, 15. März 2011

Filmriss...

jeder hat so seine Prinzipien, so seltsam sie auch zu sein scheinen. Meins ist nach einer durchzechten Nacht niemals auch noch mit dem Fremden Frühstücken. Das sieht immer nach zu viel Bindung und Gefühlen aus. Wir wollen doch nicht den Teufel an die Wand malen.  

Also zurück zum Anfang, es ist früh und ich schleiche mich in meine Wohnung.  In der Hoffnung niemanden zu wecken, den das gibt wieder nur fragen die ich nicht beantworten möchte.  Zumindest solange nicht bis ich selber nicht rekonstruiert habe was eigentlich alles vorgefallen ist. 

Ich bin nun auf Zehenspitzen unterwegs in mein Zimmer die Schuhe unter den Armen geklemmt schleichen ich Richtung Tür.  Duschen und schlafen das ist der Plan, um das Problem mit dem Hunger kümmer ich mich später. Ja ich schleiche in meiner  eigenen Wohnung.  Mein Vater konnte noch nie schlafen wenn ich unterwegs war bis zu dem Zeitpunkt bis ich durch die Tür gestolpert kam. Und dann hatte er die unglaubliche Angewohnheit alles wissen zu wollen. Mit wem, was und wieso oh natürlich wer alles dabei war. Naja auch das war ein Grund warum ich irgendwann Ausgezogen bin, dann konnte ich wegbleiben ohne die Fragestunde bei der Rückkehr.  Ich hätte mir das vorher überlegen müssen, ehrlich jetzt muss ich noch mehr aufpassen. Den ich habe einen Mitbewohner, der netteste, liebste, aufrichtigste Kerl den ich kenne, oh und schwul ist er auch. Was uns zu einem Gemeinsamen Hobby bringt, wir reden gerne über Schwänze,  er möchte dann in allen Einzelheiten erfahren wie das Beste Stück des Mannes aussah. Als Gegenleistung darf ich mir auch die Geschichten von seinen nächtlichen Aktivitäten anhören.  Aber nicht jetzt.

 Ich muss mein Bett finden, schnell.  

Nach der Flotten aber bestimmten Dusche wickel ich mich schnell in ein gigantisches Handtuch, nicht das ich Gigantisch wäre, aber ich steh drauf einen auf Würstchen im Schlafrock zuspielen.  Kusche in mein zimmer und lass mich an der Bettkannte mit dem Gesicht zuerst ins Bett fallen.  Zeit zu schlafen!
In schnellen schritten laufe ich ins Schlummerland, meinem ersehnten Schlaf entgegen. Der Blick verschwimmt und die Gedanken sind gar nicht mehr so einfach zu verfolgen, nur etwas irritiert mich ungemein. Wie eine Fliege im Sommer die einfach nicht abstand halten will sondern auf einem Rumkrabbelt wenn man grade so schön in der Wiese liegt und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lässt. Gott was ist das den nur schon wieder? Dann kehren sie zurück die Wahrnehmungen der Schlaf wird nur noch eine Ahnung, und mir wird klar das sind finger die sich unter meiner Bettdecke an mir entlang schleichen, wie ein Wurm kriechen sie neben mich, und dann ist er da, Gesicht an Gesicht. Und er grinst. Ich flüster nur Stirb und mach die Augen wieder zu. Doch das interessiert ihn nicht. Es ist mein Mitbewohner er hat mich erwischt.  Guten Morgen Sonnenschein, erzähl mal war es ein Blut oder ein Fleischpenis? Eher so ne Aubergine oder eine Kräftige Gurke, oh komm schon erzähls mir, mit oder ohne Haare? Komm schon! Ich breite meinen Arm aus und schmeiße den Störenfried aus meinem Bett.  Anstatt das der faule Sack aufsteht, bleibt er liegen auf meinem Parkett.  Und dann flüstert er weiter, Hey Sonnenschein erzähl schon wie wars, wars doch ne Möhre?
Woran sich das ganze Unterscheidet? Er steht auf Fleischpenise, weil er die Überraschung nicht mag er möchte sofort wissen was auf ihn zukommt, ich hingegen mag Überraschungen, solange sie positv sind und man einen deutlichen Wachstum erkennen kann.
Ich will nicht erzählen, bitte er kann mich doch nicht zwingen, weil dann muss ich mir was ausdenken um diesen Abend zu beschönigen. Man belügt seine Freunde doch nicht, nicht gern zumindest. Dann würde ich auch sicher wach werden und echt das kann ich jetzt nicht gebrauchen.  Der Typ war schrecklich, in irgendeinem Magazin muss er gelesen haben das guter Sex darin besteht die Frau rumzuschleudern und in verschiedene Positionen zu manövrieren ohne darauf zu achten ob sie überhaupt noch wach ist. Irgendwann habe ich das getan was jede Vernünftige Frau tun würde um dem elend  ein ende zu bereiten ohne einen Genickbruch zu riskieren. Keine Ahnung wann der gute Fertig war wahrscheinlich nachdem er die Hose unten hatte, und nun frage ich mich erstrecht was mich geritten hat das solange durchzuhalten. 

Also bleiben wir beide Lüge? Geritten wurde ja,  aber muss man das nun schildern? Männer wirken manchmal so vielversprechend und dann sind sie eine unglaubliche niete. In der Schwullenwelt muss das anders sein. Aber das zahl ich ihm heim!  Das löste so eben die erste Explosion in meinem ersten Kopfreaktor aus und auch hier zählt wenn die andere auch Explodieren ist keiner mehr sicher. Ich habe Schlafentzug ich habe Hunger und jetzt fällt mir auf das ich wohl schon die zweite Explosion hervorgerufen habe,  hier gilt dieselbe Regel 10km Abstand halten und die Gefahr ist überschaubar. 

Da sich das mit dem Schlaf erledigt hatte schlupfe ich doch aus dem Bett, ein gekonnter Schritt über mein Opfer auf  dem Boden, schleifend Richtung Küche.  

Tadaaaa da sitzt er schon, mein moralischer Schatten. Willkommen in meinem Zuhause ich bin zuhause ausgezogen um eigenständig und frei zu sein und lande hier. Ich liebe sie. Aber so wie besessen der eine von Schwänzen redet ist das was mich hier im Schneidersitz auf meinem Stuhl erwartet, die Moralapostel.  Wie haben wir drei nur zusammen gefunden???

Er vertritt die Meinung dass es auf dieser Erde Seelenverwandte gibt. Das Pärchen das sich findet sollte auf ewig zusammenbleiben auch nach dem Tod, Bollywood im real life. Schwere Kost. Keine Rede von man sollte sein Lebenlang nur mit einem Menschen Sex haben, es sei nicht Moralisch und Kulturell vertrettbart wechselnde Partner zu haben, und nur Monogan ist das wahre. Für mich ist Monogan Sparsam. Fürs Sterbebett eine Romantische und Noble Vorstellung das man nur einen Menschen geliebt hat und mit diesem auch noch seinen letzten Sommer verbingt. Aber für die Jugend gilt, nicht mit Reizen Geizen. Den noch sind wir nicht Pflegebedürftig oder haben Kinder die uns ins Altenheim abschieben wollen. Also sollte man sich austoben, wir wissen alle auf alten Pferden lernt man das Reiten.Balaststoffe am Morgen sind zwar gut aber nicht welche die man so schwer verdauen kann.
Vor allem beim Frühstück.
Zauber zauber dann gibt es auch keinen Kaffee mehr und ich denke es wird zeit das auch mein dritter Reaktor explodiert, jetzt nicht falsch verstehen ich sehe das wie unsere Politiker die für die Widerwahl natürlich auch Punkte sammeln wollen. Bin auch ich für die sofortige Abschaltung, nur wer sorgt dann für meinen Strom? Schließlich will ich mich nicht einschränken.  Da ich will dass meine Mitbewohner mich in meinem positiven Bild behalten atme ich tief ein. Sie verstehen den Wink. 

Möglich dass ich sehr tief eingeatmet habe und sie eher den Raum geräumt haben damit sie nicht auch noch an Sauerstoffmangel umfallen.  Auf alle fälle habe ich jetzt ruhe und weil das so beruhigend ist setze ich mich auf den Stuhl, lege den Kopf auf den Tisch, schließe die Augen und versuche den Geschmack von Toter Katze auf meiner Zunge zu verdrängen.

Montag, 7. März 2011

Kopfkarussell

ok ich hab es echt versucht, aber es geht nicht mein Kopfkarussell hält mich davon ab einfach einzuschlafen. Und mir ist auch schon ganz schwindelig von der Geschwindigkeit in der es von einem zum nächsten Pferchen springt.
Ja ich weiß morgen ist wieder einer dieser Tage. 
Eigentlich einer wie die letzten auch, an denen ich aufstehen sollte um Fit zu sein. Um dann abends wieder in mein Bett zu fallen und auch wenn ich fertig bin und Müde, so scheint es fast als würde mein Kopf erst dann anfangen zu rotieren. 
Das war schon als Kind so, immer wenn Mama wollte das ich ins Bett geh weil morgen doch Schule war, lag ich mit weitgeöffneten Augen mitten in der Dunkelheit bei absoluter Stille, und alles schien zu Schlafen während mein Kopf grade erst heiß zu laufen schien. Seit dem hat sich nicht verändert, auch wenn ich durch meine Zerstreutheit am nächsten Tag oft auf den Kopf gefallen bin. Scheint alles in Ordnung zu sein was man von meinen Träumen nicht sagen, beruhigend zu wissen das man erst ab einem IQ von 95 in der Lage ist zu Träumen, hab ich ja glatt nochmal Glück gehabt und liege dann wohl doch drüber... Es ist eben so das wir nur bereit sind zu Teilen, wenn wir uns Mitteilen. Natürlich ist uns dabei unglaublich wichtig was andere dabei von uns denken. Womit wir dann bei meinem Kopfkarussell wären. Den anstatt zu schlafen zerbreche ich mir lieber meinen Kopf darüber was die Menschheit so denkt, mh heißt das dann ich zerbreche mir euren Kopf? 
Was wenn ich diese neue Hose morgen anzieh, was meine Kollegen wohl darüber denken? Und ob der Süße Kellner in meinem Lieblingscafé eigentlich weis das ich morgens nur wegen Ihm meinen Kaffee dort hole, natürlich würde er das Café wechseln hätte ich auch ein neues Lieblingscaffee, klar? Was sollte er den von mir denken, schließlich bin ich treu. Was denken die Köche eigentlich wenn sich manch ein Gast in das Restaurant wagt um dann doch alles was auf der Speisekarte steht zu bestellen nur eben ohne den Inhalt der zum Menü gehört. Ein Cheeseburger ohne Käse bitte.
Warum kann ein Jude nicht in der Öffentlichkeit einer Buddha Statue den Bauch streicheln und Hoffen das es ihm Glück bringt, oder ein Moslem der sich mit einem USA-Kamm die Haare kämmt. Wieso verursachen solche Bilder eine unglaubliche Flut an Unverständnis und Verwirrung in unserem Kopf? Weil wir doch alle das denken, was uns vorgesetzt wird? Weil es doch nicht passt? Sagt das mal dem Seepferdchenmann der die Kinder austrägt. 
Wieso wollen wir unbedingt wissen was Menschen die längst kein Teil unseres Lebens mehr sind über uns denken. Ob sie überhaupt an uns denken? Wieso melden wir uns bei der Vergangenheit ohne darüber nachzudenken was wir in Zukunft damit anfangen wollen. 
Wieso ist es immer wichtiger zu wissen was die Menschheit von einem hält bevor man sich endlich fragt was man selbst eigentlich von sich selbst hält. Warum muss ich um die Frage wer oder was ich eigentlich bin immer eine, deren Antwort ich erst mal von meinem Umfeld hören muss. Wieso haben wir immer so viele Fragen und vergessen die wichtigste Frage überhaupt.  

Bin ich glücklich?

Freitag, 4. März 2011

Hügellandschaften

ich gebe gerne zu, ich stehe auf Rundungen, ehrlich. So ein hübsch geformter Hintern ist ja auch nicht zu verachten. Und warum sollte ich mich auf die Augen einer Frau beschränken wenn sie genauso schöne Brüste hat? Und jetzt kommt es wieder. Aber Augen sind viel wichtiger, ja das sind sie ohne Frage. Den ohne Augen könnte man Brüste nicht sehen. Kennt ihr jemanden der hässliche Augen hat? Ist mir noch nie zu Ohren gekommen das jemand sagt, war eine tolle Frau aber sie hatte einfach hässliche Augen oder unsymmetrische Augen, Hängeaugen. Na ok Glubschaugen sind aussen vor, was sich die Natur wohl dabei gedacht hat.

Aber Brüste und Hintern die gibt es in so vielen verschiedenen Varianten und Formen, das ist schon mal einen Blick wert und auch hier wird natürlich unterschieden zwischen Schauen und Glotzen. Den Schauen also einen Blick riskieren ist erlaubt, und wird durch die getragene Klamotte unterstützt und befürwortet, Glotzen hingegen ist nicht angenehm und nervt genauso wie unerlaubtes Grabschen. Gut das beide Worte mit G anfangen so kann man sich das besser merken, liebe Männerwelt. Grabschen und Glotzen ist Pfui! Wohingegen einen Blick riskieren und einen eleganten "Streifer" oder auch ein "Streicheln" für den Anfang wohl bei jeder Frau durchgehen würden solange es noch unauffällig erscheint. Was ich nicht leiden kann, auch das muss ich sagen denn schließlich trage auch ich zwei solcher Argumente mit mir rum, wenn sich der Betrachter die Freiheit nimmt und Beherzt zugreift. Wir sind hier nicht bei der Versicherung wo es heisst "Die Freiheit nehme ich mir" und auch nicht bei Nike "just do it" , den dann endet dieses zusammentreffen nicht mit "come in and find out" ganz einfach einem Grabscher wird der Zutritt zu allem anderen verweigert. 

Wenn ich in einem Dirndl vor dir stehe, und einladen meine Ware versuche zu Präsentieren, ist das keine Erlaubnis das man als Mann lange Finger bekommt. Es soll schließlich nicht bei jedem der Hunger für den Kaufladen ausgelöst werden. Auch bei Betriebsfeiern ist es keine Entschuldigung wenn man Betrunken ist sich an den Rundungen der Kollegin zu vergreifen, bei einem Tanz unauffällig das zu tun was man sowieso vorhatte ist solange in Ordnung bis man sich eine einfängt. Wenn es eng ist und man sich aneinander vorbeidrücke muss wie in einer Diskothek ist ein grober aber beherzter Griff wirklich nicht gerade etwas das einen in Stimmung bringt, ungefähr so wie wenn wir euch einmal kräftig zwischen die Beine treten so im Vorbeigehen. 

Doch meine Herren, zum Schluss noch etwas beruhigendes, genauso wie ich die Rundungen einer Frau gerne bewundere, und einen schönen Männerhintern nicht abgeneigt bin bleibt eins zu sagen.

Das ehrlichste Kompliment das ein Mann, einer Frau machen kann? Na ist seine Latte!